Verstand allein ist zu wenig
Donnerstag, 20. Februar 2014

Die Vorteile des (bewussten) Verstandes brauchen wir nicht zu rühmen; er plant, löst Probleme, geht logisch und strategisch vor. Er ist ein nützliches Werkzeug, das uns die Orientierung und ja, das Überleben in unserer Umwelt ermöglicht. Doch manchmal kann er auch nerven, wenn die Endlosschleifen im Hirn gar nicht mehr aufhören und doch nie zu einem befriedigenden Ergebnis führen.

„Das Zeitalter der Rationalität geht mit einer bemerkenswerten Erkenntnis zu Ende: Denken können wir, was wir wollen. Sogar handeln können wir – zumindest eine Zeit lang – nach unserem eigenen Gutdünken, aber um glücklich und zufrieden, mutig und zuversichtlich leben zu können, müssen wir in der Lage sein, etwas zu empfinden.“ (Hüther in: Embodiment, 2006: 77)

Empfindungen und Gefühle sind unsere persönlichen Wegweiser zu Zufriedenheit und Glück. Man fühlt sich zu etwas oder zu jemandem hingezogen oder abgestoßen, das geht ohne Worte. Bedürfnisse werden gefühlt, nicht gedacht. Sie stecken im Körper, man könnte auch sagen, sie liegen auf der Festplatte und sind noch nicht in Sprache gefasst. Um sie in den Arbeitsspeicher zu laden, braucht es eine Übersetzung, eine Dekodierung. Was noch nicht in Sprache formuliert ist – an das kommt man eher mit Bildern oder Poesie heran.

Das ist der Weg des Zürcher Ressourcenmodells: Mit Bildern über die Gefühle an die Bedürfnisse rankommen, sie in unsere Absichten integrieren und zum angestrebten Ziel gelangen. Tut man das nicht, wirken Bedürfnisse trotzdem, quasi aus dem Hinterhalt, und durchkreuzen unsere (bewussten) Pläne.

Wie man Gefühle und Bedürfnisse ins Boot holt und ihre Wirkkraft nutzt, das können Sie im ZRM-Grundkurs lernen. Basierend auf den Erkenntnissen der Neurobiologie und den neuesten Erkenntnissen der Motivationsforschung haben Maja Storch und Frank Krause eine Methode entwickelt und evaluiert, die Schritt für Schritt von den Bedürfnissen zur Handlung führt. Die Methode ist spürbar, lustvoll und leicht zu erlernen. Wie jede neue Fähigkeit erfordert sie Übung, doch ich persönlich finde, das zahlt sich aus.

Die nächste Gelegenheit zu lernen, wie Sie Ihre Wünsche stärken und Ihre Ziele erreichen können, gibt es in der KOMUNARIKO vom 3.-4. April 2014. Ich freu mich schon darauf!

Über Danielle Bidasio

Die gebürtige Luxemburgerin kam zum Psychologiestudium nach Salzburg. Schon in dieser Zeit beschäftigte sie die Frage „Was motiviert Menschen?“ .Seither begleitet sie dieses Thema - als Mitarbeiterin, interne Beraterin und Führungskraft in Social Profit Organisationen und seit 2009 als selbstständige Beraterin bei KOMUNARIKO. Die systemische Psychotherapeutin hat sich strategische und wirtschaftliche Kompetenz beim General Management Studium an der Uni Salzburg und beim Controller-Diplom für NPO am ÖCI in Wien angeeignet. In ihrer langjährigen Arbeit als Personalleiterin eines 600-Personen-Unternehmens beschäftigte sie sich mit den Zusammenhängen von Arbeit, Führung und Motivation; Gesundheit, Stress und Lebensphasen. Ihre praktischen Erfahrungen aus dieser Arbeit und ihr Know-how in diesem Feld (HR-Management, betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsbewältigungscoaching, Selbstmanagement mit dem Zürcher Ressourcen Modell) bringt sie als Partnerin bei KOMUNARIKO ein. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte: • Gestaltung von Personalentwicklungsprogrammen und –prozessen • Gesundes Arbeiten und Generationenmanagement • Coaching


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