Was Führungskräfte wissen wollen
Montag, 12. August 2013

Fast unabhängig vom Seminarthema und den zahlreichen Erkenntnissen, Methoden und Erfahrungen, die dort vermittelt werden, wollen sie vor allem eins wissen:

Wie motiviere ich meine MitarbeiterInnen?

Um dem Wunsch zu entsprechen und eine fundierte Beratung zu machen, graben wir TrainerInnen alte (unverwüstliche) und brandneue (meist neurologisch garnierte) Theorien aus und erläutern:

Die 2-Faktoren nach Herzberg, die „Großen Drei“, Die „Big five“, die  7 Quellen der Motivation nach Kuhl, die 9 Motivationstypen nach ich weiß nicht mehr ist auch nicht so wichtig.

State-of-the-art. Manches einleuchtend, manches schon allein von der Sprache her schwere Kost. Alles zusammen verwirrend und für die Führungspraxis wenig tauglich.

Warum Hausärzte Operationen tunlichst vermeiden sollten

Hausärzte verfügen  – genauso wie Führungskräfte –  über Grundkenntnisse und Praxis. Beiden fehlt vor allem eins: der aseptische Raum.

Der ist Voraussetzung für gelingende Operationen. Das gleiche Grundprinzip gilt in der Forschung. Sie findet im „aseptischen“ Raum statt. Störende Faktoren werden ausgeschaltet um valide Ergebnisse zu erzielen. Nun versuchen sie das mal im Führungsalltag!

Das Wartezimmer ist voll, das Handy bimmelt, sie müssen vor Mittag noch ein paar wichtige Anrufe tätigen, sprinten über den Flur zum Drucker und

Vor ihnen steht ein Mitarbeiter, der motiviert werden will.

Immer im falschen Moment! Da ist es schon eine neurobiologische Höchstleistung die eigenen Gedanken, die schon beim nächsten, etwas heiklen Telefonat sind, zu stoppen und sich dem Menschen zuzuwenden, der vor einem steht und umständlich versucht sein Anliegen darzulegen.

Was also tun?

–       So tun als ob sie zuhören und möglichst schnell abfertigen

–       Aufs nächste Mitarbeitergespräch vertrösten

–       Zur Sekretärin schicken, um einen Termin zu vereinbaren

Bei keiner dieser Varianten punkten sie in Sachen Motivation. Chance verpasst.

Lesson 1

Die Hubschrauberperspektive verlassen,  im Hier und Jetzt landen, dem Mitarbeiter fokussierte Aufmerksamkeit schenken. Problemlösen ist dabei noch gar nicht gefragt (das wäre vergleichsweise leicht) – Aufmerksamkeit ist gefragt.

Gschichten aus dem Führungsalltag

Gibt es viele. Wir sammeln sie. Wenn Sie auch welche teilen wollen, dann bitte her damit. Vielleicht gibt es ja eine Resonanz dazu…..

Über Danielle Bidasio

Die gebürtige Luxemburgerin kam zum Psychologiestudium nach Salzburg. Schon in dieser Zeit beschäftigte sie die Frage „Was motiviert Menschen?“ .Seither begleitet sie dieses Thema - als Mitarbeiterin, interne Beraterin und Führungskraft in Social Profit Organisationen und seit 2009 als selbstständige Beraterin bei KOMUNARIKO. Die systemische Psychotherapeutin hat sich strategische und wirtschaftliche Kompetenz beim General Management Studium an der Uni Salzburg und beim Controller-Diplom für NPO am ÖCI in Wien angeeignet. In ihrer langjährigen Arbeit als Personalleiterin eines 600-Personen-Unternehmens beschäftigte sie sich mit den Zusammenhängen von Arbeit, Führung und Motivation; Gesundheit, Stress und Lebensphasen. Ihre praktischen Erfahrungen aus dieser Arbeit und ihr Know-how in diesem Feld (HR-Management, betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsbewältigungscoaching, Selbstmanagement mit dem Zürcher Ressourcen Modell) bringt sie als Partnerin bei KOMUNARIKO ein. Ihre derzeitigen Arbeitsschwerpunkte: • Gestaltung von Personalentwicklungsprogrammen und –prozessen • Gesundes Arbeiten und Generationenmanagement • Coaching


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INHALTE: Fragen zur Entwicklung einer neuen Kultur der Führung


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